Unified Mindfulness

Unified Mindfulness ist das neue System von Shinzen Young. Es ist ein Nachfolger von „Basic Mindfulness“, und ein genereller Ansatz, eine Art Meta-System um alle kontemplativen Traditionen zu verstehen und mit ihnen zu arbeiten.

Eine zentrale Technik ist das „Entwirren“ (e. untangling) des Selbstgefühls mittels eines „Teile und Herrsch“ Ansatz. Das Ziel ist die Gefühl loszuwerden, das Selbst sei ein Ding. Shinzen benutzt statt des traditionellen Modells der 5 Aggregate (p. khanda) die Komponenten „Mental Image“ (Mentales Bild), „Mental Talk“ (Mentales Gespräch) und „Physical and Emotional Body Sensations“ (physische und emotionale Körperempfindungen). Diese werden mittels einer Vipassana „Noting“ Technik mit den Labeln „See“, „Hear“, „Feel“ versehen, siehe unten.

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Shinzen Young

  • Shinzen Young – 1st Buddha at the Gas Pump Interview: Shinzen spricht über seine Begegnung mit dem Buddhismus und die Möglichkeiten einer gegenseitigen Befruchtung zwischen Wissenschaft und kontemplativer Tradition. Es geht ausserdem um den Pfad der Erleuchtung, die verschiedenen Dimensionen von Erwachen und die Beziehung zwischen Erwachen und Verhalten bzw. Ethik.

  • Shinzen Young – 2nd Buddha at the Gas Pump Interview: Shinzen erklärt seine Vorstellungen über die „Verwissenschaftlichung“ kontemplativer Praxis und die Rolle die Technologie spielen könnte um Erwachen zu demokratisieren und einer breiten Masse zugänglich zu machen.

See/Hear/Feel

Shinzen hat eine Meditationstechnik entwickelt die mit einfachen Labels auskommt und versucht unsere Wahrnehmung eines Augenblicks fein zu analysieren und in seine Bestandteile zu trennen.

Es geht um das „Entwirren“ (e. untangling) des Selbstgefühls mittels eines „Teile und Herrsch“ Ansatz. Das Ziel ist die Gefühl loszuwerden, das Selbst sei ein Ding. Shinzen benutzt statt des traditionellen Modells der 5 Aggregate (p. khanda) die Komponenten „Mental Image“ (Mentales Bild), „Mental Talk“ (Mentales Gespräch) und „Physical and Emotional Body Sensations“ (physische und emotionale Körperempfindungen).

Diese werden mittels einer Vipassana „Noting“ Technik mit drei Kategorie und den Labeln „See“, „Hear“, „Feel“ versehen:

  1. Sehen (en. see): Visiuelle Wahrnehmung sowohl von Bildern aus der Aussenwelt als auch Vorstellungen und bildhaften Gedanken.
  2. Hören (en. hear): Geräusche, Töne, Klänge aus der Aussenwelt, und worthafte Gedanken, Selbstgespräche.
  3. Fühlen (en. feel): Physische Körperempfindungen wie Berührung, Wärme, Kälte, Schmerz aber auch emotionale Empfindungen wie Freude, Angst, Wut.

Die Aufmerksamkeit ist frei und wird nicht auf ein Objekt fixiert, zumindest nicht dauerhaft. Es geht darum wahrzunehmen wo sie hinwandert, oder sich aus der Menge mögliche Sinneseindrücke und Empfindungen einen herauszunehmen. Die Kategorie wird benannt und man bleibt für einen Moment bei dem Objekt, beobachtet wertfrei und lässt es dann los. Dann ist das nächste dran.

Ein paar Hinweise:

  • Wenn mehrere Objekte auch verschiedener Kategorien präsent sind, wählt man irgendeines aus.
  • Nicht drüber nachdenken, wenn man das passende Label nicht findet oder falsch liegt, oder zu spät ist – das macht nichts.
  • Es gibt keine Ablenkungen, der Geist soll nicht geführt oder zurückgehalten werden.
  • Nichts erzwingen, kann man nichts wahrnehmen so labelt man mit „Ruhe“ (en. rest).
  • Es ist OK wiederholt das gleiche zu labeln.

Mit diesem System trainiert man

  • Konzentrationskraft (en. concentration power)
  • Klarheit der Wahrnehmung (en. sensory clarity)
  • Gleichmut/Gelassenheit (en. equanimity)

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