Vipassana

Vipassana bzw. Einsichtspraxis hat zum Ziel die Realität zu dekonstruieren. Die Idee ist schnell zu analysieren was tatsächlich passiert, im Hinblick auf die Sinne (Gedanken, Geräusche, Bilder, Erinnerungen, Gefühle usw) und dessen bewusst zu sein ohne auf den Inhalt einzugehen, ohne den phänomenologischen Ereignissen Bedeutung zu geben oder die automatisch entstehende Bedeutung anzuerkennen. Dazu braucht es ein gewisses Mass an Konzentrationsfähigkeit, wie sie durch Samatha entwickelt wird. Wieviel es braucht, das ist ein kontroverses Thema.

Bekannte Techniken sind Noting (nach Mahasi Sayadaw) oder Body Scanning (nach U Ba Khin).

Übersicht

Vipassana ist allgemein eine Form bei der wir die Vergänglichkeit beobachten, erfahren wollen. Und wenn wir eine der drei Daseinsmerkmale beobachten, beobachten wir auch die beiden anderen: Leiden und Nicht-Selbst. Achtsam, das heisst bewusste Aufmerksamkeit (directed close attention) ohne zu urteilen. Am bekanntesten ist Betrachtung (der Vergänglichkeit) des Atems, a la Goenka, Kornfield, Goldstein usw. Tauchen dabei Gedanke, Gefühle und Empfindungen auf, so widmen wir Ihnen die Aufmerksamkeit, beobachten die Veränderung bzw. ihr vergehen und kehren sanft zum Atem zurück Aber das ist nur eine Form. So gibt es z.B. die Übung der sechs Elemente und dort wird „aktiver“ mit Phrasen gearbeitet, oder auch die Meditation über den Tod oder die 32 Körperteile. Hier beziehen wir den Geist die körperlichen Reaktionen, auf die Phrase mit ein.

Achtsamkeitsmeditation

Oft findet sich auch der Begriff Achtsamkeitsmeditation, besonders in System die Meditation und kontemplative Praktiken aus dem kulturellen und religiösen Umfeld herauslösen, wie z.B. MBSR (Mindfulness-Based-Stress-Reduction).

Shinzen Young definiert eine „Mindfulness Awareness Practice“ als „jede systematische Praktik die signifikant das Basislevel von Konzentration, Klarheit und Gleichmut einer Person steigert“ (e. „systematic practice that significantly elevates a person’s base level of concentration, clarity and equanimity“).

Hierbei sind für ihn die drei Aspekte kennzeichnend:

  1. Konzentration (e. concentration): die Fähigkeit die Aufmerksamkeit auf etwas zu richten und dabei zu bleiben so lange man will
  2. Sinnesklarheit (e. sensory clarity): Lebhaftigkeit der Wahrnehmung und die Fähigkeit detailiert die einzelnen Sinneseindrücke zu unterscheiden und in ihren Bestandteilen wahrzunehmen
  3. Gleichmut / Gelassenheit (e. equanimtiy): Innere Balance, nicht Ablehnen (Unterdrücken) oder Festhalten (Anhaften) sondern mit dem sein was ist, solange es ist.

Als Beispiele nennt er Body Scan und Noting. Sein eigenes See/Hear/Feel System gehört auch dazu.

Positive Wirkungen

  • Körperliches und emotionales Leiden wird gemindert
  • Körperliche und emotionale Erfüllung wird gesteigert
  • Tiefe Selbsterkenntnis ist möglich
  • Positive Veränderungen im objektiven Verhalten sind möglich
  • Eine Einstellung von Liebe und Dienst für andere kann sich entwickeln

Noting Technik

Noting oder Labeling, eine kurze Einführung von Ron Crouch How to meditate

Schreibe einen Kommentar

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden .